BSZ Döbeln-Mittweida

Bildung schafft Zukunft

Entwicklung der beruflichen Bildung in Rochlitz


Die Stadt Rochlitz - langjährige Heimat einer erfolgreichen beruflichen Bildung

Die im Muldental gelegene idyllische Kleinstadt mit knapp 6000 Einwohnern hat bis heute ihr historisches Ambiente bewahrt und nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.  

Eingebettet in die Tallandschaft des Vorerzgebirges bietet sie ihren Besuchern neben vielen landschaftlich geprägten Reizen auch anmutig wirkende Sehenswürdigkeiten. Dominierend erhebt sich der Rochlitzer Berg (353m ü. NN) mit seinem 27 Meter hohen Aussichtsturm. Vor 250 Millionen Jahren noch ein Vulkanpegel, erstarrten die gewaltigen Glutmassen des Berges zu jenem roten Porphyrtuff, der weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Kein zweites Mal in Europa ist er in dieser Ausprägung anzutreffen. In den Porphyrbrüchen kann er an seinem Ursprung und in seiner Natürlichkeit bewundert werden.
Ein weiteres Wahrzeichen von Rochlitz ist das Schloss.  Am Fuße des Rochlitzer Berges, auf einem Felssporn errichtet, ragt es weithin sichtbar mit seinen beiden unverkennbaren Türmen, den sogenannten Jupen. Diese ursprüngliche Befestigungsanlage, 995 erstmals urkundlich erwähnt, gehört zweifelsohne zu den touristischen Attraktionen der Stadt.

Rochlitz, die Stadt des roten Porhyrs, ist eine jung gebliebene tausendjährige Stadt mit Bedingungen zum Wohlfühlen und Entwicklungschancen, deren Umsetzung schon heute in den Köpfen der Verwaltungsträger zur Realität heranwächst.

Die Geschichte der beruflichen Bildung in Rochlitz

ab 1877  Die Knabenschule wurde bereits 1877 als eine der ältesten landwirtschaftlichen Lehranstalten Sachsens und Deutschlands gegründet. Sie gehörte zur Landwirtschaftskammer - Kreisdirektion für das Erzgebirge zu Chemnitz und unterstand der  Oberaufsicht des Wirtschaftsministeriums.
ab 1922  Aufnahme in die Mädchenabteilung der landwirtschaftlichen Schule finden nur Töchter von Landwirten und diejenigen jungen Mädchen, die vor Eintritt mindestens ein halbes Jahr auf dem Lande praktisch gearbeitet und hierüber einen Nachweis erbracht haben. Die Schülerinnen und Schüler haben sich der Schulordnung zu unterwerfen und sind zu Gehorsam, Fleiß und sittsamen Betragen verpflichtet.
Das Schulgeld beträgt insgesamt für Mädchen 160,00 Mark.
ab 1927  Während die männlichen landwirtschaftlichen Schüler im Wesentlichen wissenschaftlichen Unterricht mit Vorführung von Anschauungsmaterial und vielerlei Besichtigungen erhielten, wurden die Mädchen mittels wissenschaftlichen Unterricht und durch zweckdienliche Einweisungen in praktische Tätigkeiten (Kochen, Waschen, Schlachten, Handarbeiten) für ihren künftigen Beruf als Hausfrauen herangeführt. Die Ausbildung der jungen Mädchen war darauf ausgerichtet, sie in größeren Wirtschaftsbetrieben mit allen neuzeitlichen Einrichtungen auf land- und hauswirtschaftlichem Gebiet, soweit es für den ländlichen Betrieb in Betracht kam, bekannt zu  machen. Ferner wurden die Landwirtschaftsschülerinnen für Probleme der Ernährung, der Körperpflege und für eine gesunde Lebensführung sensibilisiert und durch das das tägliche Leben in der Gemeinschaft mit den sozialen Aufgaben der Frau auf dem Lande vertraut gemacht. 
ab 1957  Die Berufsschule wurde zur "Allgemeinen Berufsschule" umgestaltet - bedingt durch die Erweiterung der Berufe in den Richtungen Metalltechnik, Elektrotechnik, Bautechnik und die Zunahme der Schülerzahlen in den kaufmännischen Bereichen.
ab 1965   Es erfolgte die Umstrukturierung von der Agraringenieurschule zur einheitlichen Bildungsstätte der sozialistischen Landwirtschaft mit Erwachsenenqualifizierung. Die Ausbildung erfolgte in den Fachrichtungen Gärtner, Hühner- und Schweinehaltung. Beschult wurden hauptsächlich Abgänger der Klassen 8 bis 10. Die Klassenstärken lagen zwischen 5 (Geflügelzüchter) und 40 (Schweinezüchter) Lehrlingen je Klasse. Ausbildungsziel war der sozialistische Facharbeiter.
ab 1992  Es erfolgte eine generelle Umstrukturierung der Schullandschaft des Landkreises, die parallel zur Kreisreform verlief. Aus den selbständigen Kreisen Rochlitz und Hainichen entstand der Landkreis Mittweida mit den Beruflichen Schulzentren Rochlitz und Mittweida. Am 01.08.1992 wurde das BSZ Rochlitz aus der Kommunalen Berufsschule Rochlitz, der  Fachschule für Landwirtschaft und der Betriebsberufsschule des ehemaligen Getriebewerkes Penig gegründet. Das Ziel des Zusammenschlusses bestand darin, Berufe ähnlichen Charakters zu Berufsfeldern zusammenzuführen, stärkere Klassen in den einzelnen Jahrgängen zu bilden und die Führung dieser Schulen unter einer Leitung zu konzentrieren.
Neu entstand die hauswirtschaftliche Ausbildung, die es vor 1992 nur im Ansatz gab. Die theoretische Ausbildung der Betonstein- und Terrazzohersteller sowie der Betonfertigteilbauer wurde erweitert und erhielt den Status einer länderübergreifenden Fachklasse. Somit wurde Rochlitz alleiniger Schulstandort für diese Berufe für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Ab 1993 wurden die Elektroberufe in das BSZ Mittweida ausgelagert. Gleichzeitig entstanden die Kfz-Mechaniker  als neues Berufsfeld in Rochlitz, verblieben aber leider nur bis 1996 hier. 1994 schloss die Berufsschule am Standort Penig und damit endete die Beschulung  der Zerspanungsmechaniker, Instandhaltungsmechaniker und Papiermacher. Seit dieser Zeit bestand das BSZ Rochlitz nur noch aus den beiden Schulteilen in der Bismarckstraße 18 und 23.
Die hauswirtschaftliche Ausbildung wurde bis 1997 ständig erweitert.
September 1999  Die Inbetriebnahme des neuen Schulgebäudes in der Dr.-Bernsteinstraße 1 in Rochlitz stellte einen qualitativen Sprung der Ausbildung der Lehrlinge dar, da es nun endlich zur Konzentration aller berufstheoretischen und berufspraktischen Bereiche im Schulzentrum kam. Die Bauberufe aller Ausbildungsrichtungen wurden in der Grundstufe (1. Lehrjahr) beschult. Ab der Fachstufe 1  (2. Lehrjahr) erhielten die Maurer, Betonstein- und Terrazzohersteller, Betonfertigteilbauer und Zimmerer ihre Fachausbildung in Rochlitz.
Auch die Ausbildung der Hauswirtschaftler/-innen und die Berufe der Agrarwirtschaft stellten eine feste Größe im Ausbildungsprozess des BSZ Rochlitz dar.
ab August 2006  Durch den Zusammenschluss der Berufsschulen Mittweida / Burgstädt mit der Berufsschule in Rochlitz entstand das Berufliche Schulzentrum des Landkreises Mittweida. Jeder Jugendliche des Landkreises Mittweida erhielt somit die Möglichkeit, seine Ausbildung an den Schulstandorten Burgstädt, Mittweida oder Rochlitz zu absolvieren.
August 2008  Mit der Etablierung des Landkreises Mittelsachsen im Zuge der Funktional- und Kreisreform im Freistaat Sachsen erfolgte die Umbenennung der Ausbildungsstätte in Berufliches Schulzentrum Mittweida, Schulteil Rochlitz.
August 2013  Demografische Veränderungen - einhergehend mit einer erheblichen Verminderung der Schülerzahlen - und erforderliche Umstrukturierungen der Schulleitungen im Bereich der Sächsischen Bildungsagentur Chemnitz führten zu einer erneuten Veränderung der Schulnetzplanung im Landkreis Mittelsachsen. Im Ergebnis dieser Planung wurde am 01.08.2013 das Berufliche Schulzentrum Döbeln-Mittweida mit seinen 4 Schulteilen Burgstädt, Döbeln, Mittweida und Rochlitz gegründet.

 


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