BSZ Döbeln-Mittweida

Bildung schafft Zukunft

 Fachoberschule Sozialwesen


 

Ansprechpartner:       Frau Allner / Schulteil Döbeln
Tel.:                              03431 57610

 

 Aufgabe der Fachoberschule

Ziel der Fachoberschule ist es, Schülerinnen und Schüler mit einem mittleren Schulabschluss innerhalb von zwei Schuljahren (Jahrgangsstufen 11 und 12) zur Fachhochschulreife zu führen, die zum Studium an Fachhochschulen berechtigt. Die Fachoberschule vermittelt eine allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Bildung. Die fachpraktische Ausbildung umfasst die Hälfte der Unterrichtszeit in der Jahrgangsstufe 11.

Da die Fachhochschulreife allgemeine Gültigkeit besitzt, kann auch ein Studium in einer „artfremden“ Wissen-schaft aufgenommen werden. Dabei sollte aber immer bedacht werden, dass bestimmte Unterrichtsfächer, die z.B. in einer technischen Studienrichtung von großer Bedeutung sind, in der Fachoberschule Sozialwesen nicht gelehrt werden (z.B. Physik) und einige Unterrichtsfächer wie beispielsweise Mathematik speziell auf geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge zugeschnitten sind.

Für geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge ist der/die Absolvent/in der Fachoberschule Sozialwesen dagegen bestens vorbereitet. Die eingehende Ausbildung in Fächern wie z.B. Psychologie, Pädagogik und Sozialkunde bietet eine solide Grundlage für ein einschlägiges Studium.

Doch egal, ob später ein Studium eingeschlagen wird oder nicht, die Fachoberschule bietet ihren Schülern die Möglichkeit ihre Allgemeinbildung erheblich zu erweitern, wodurch neue Interessen entdeckt werden und die Voraussetzungen für den beruflichen Werdegang verbessert werden können z.B.

  • Einstieg in den gehobenen Dienst beim Staat (z.B. Polizei)
  • Absolvierung einer dualen Ausbildung (z.B. Krankenschwester)

An der Fachoberschule werden in Sachsen fünf Ausbildungsrichtungen geführt:

  • Technik
  • Wirtschaft/Verwaltung
  • Sozialwesen
  • Gestaltung
  • Agrarwirtschaft

 

 Vorüberlegungen zum Besuch der Fachoberschule

1. Wahl der Ausbildungsrichtung

Interessenten sollten sich sehr genau fragen, für welche Ausbildungsrichtung sie jeweils die notwendigen Fähigkeiten und Neigungen haben, und sich eingehend informieren, welche Möglichkeiten und Aussichten bestimmte Studiengänge und Berufe bieten. Bei der Berufsberatung des Arbeitsamtes und der Studienberatung der Fachhochschulen sind hierzu wichtige Informationen zu erhalten.

Später an der Fachhochschule einen Studiengang ein-zuschlagen, der nicht der an der Fachoberschule besuchten Ausbildungsrichtung entspricht, ist zwar prinzipiell möglich, aber mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden.

2. Ausgleich von Vorbildungsdefiziten

Bedingt durch die Vielfalt der Schularten, die einen mittleren Schulabschluss vermitteln, haben Bewerber oft unterschiedliche Kenntnisse in einzelnen Unterrichtsfächern. Fehlende oder unzureichende Vorkenntnisse sollten vor dem Eintritt in die Fachoberschule ausgeglichen werden.

Ausbildungsablauf

Klasse 11 umfasst Unterricht und Praktika in sozialen und sozialpflegerischen Einrichtungen. In Klasse 12 bzw. 12 L erfolgt Unterricht in Vollzeitform. Am Ende des 12. Schuljahres finden Abschlussprüfungen statt.

Zur fachpraktischen Ausbildung

In die Jahrgangsstufe 11 ist eine fachpraktische Ausbildung eingeschlossen, die in der Regel in karitativen Institutionen stattfindet. Sie ist ihrem Wesen nach eine in die Betriebe verlegte schulische Maßnahme. Die fachpraktische Ausbildung umfasst 16 bis 20 Zeitstunden wöchentlich, wird aber in Blockform erteilt.

Abschlussprüfung

Der Besuch der Fachoberschule schließt mit der Fachhochschulreifeprüfung ab. Dabei sind in allen Ausbildungsrichtungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie in dem für die jeweilige Ausbildungsrichtung spezifischen Profilfach schriftliche Prüfungsaufgaben zu bearbeiten (in der Ausbildungsrichtung Sozialwesen in Pädagogik/Psychologie)

Fachhochschulreife

Schüler, die die Abschlussprüfung mit Erfolg ablegen, erhalten das Zeugnis der allgemeinen Fachhochschulreife. Es berechtigt zum Studium an Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland (unabhängig von der Ausbildungsrichtung).

Studienbewerber, die keine oder eine der gewählten Ausbildungsrichtung nicht entsprechende fachpraktische Ausbildung durchlaufen haben, müssen vor Studienbeginn an Fachhochschulen ein Vorpraktikum absolvieren.

Das Zeugnis der Fachhochschulreife gilt auch als Voraussetzung für die Ausbildung der Beamten des gehobenen nichttechnischen Dienstes.

Zugangsbedingungen

1. Realschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsab-schluss bzw. Versetzungszeugnis in die Klasse 11 ei-nes Gymnasiums

2. mindestens vierjähriger fortlaufender Fremdsprachenunterricht

3. Bewerber mit Realschulabschluss und einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen einschlägigen Berufsausbildung oder einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen nicht einschlägigen Berufsausbildung und einschlägiger beruflicher Tätigkeit von mindestens fünf Jahren können unmittelbar in die Klasse 12 L eintreten und Fachhochschulreife inner-halb eines Jahres erwerben.

Bewerbungsunterlagen

1. Bewerbungsschreiben (Bei Nichtvolljährigkeit mit Unterschrift der Erziehungsberechtigten)

2. beglaubigte Kopien der notwendigen Abschlusszeug-nisse bzw. Nachweise über die einschlägige berufli-che Tätigkeit

3. lückenloser tabellarischer Lebenslauf

4. 3 Lichtbilder

5. Eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls mit welchem Ergebnis bereits an einem Aufnahmeverfah-ren für eine FOS teilgenommen bzw. eine FOS be-sucht wurde

6. Gegebenenfalls eine schriftliche Erklärung über das Vorliegen eines Härtefalles

7. Gegebenenfalls Antrag auf Feststellungsprüfung (Bewerber mit Migrationshintergrund)

Bewerbungstermin

31.03. des Jahres

 

Für die Zeit der Ausbildung kann bei der BAföG-Stelle des zuständigen Landratsamtes BAföG beantragt werden. 

Schüler/innen aus dem Landkreis Mittelsachsen können eine Fahrkostenerstattung beim Landratsamt Mittelsachsen beantragen.


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